Krefeld, 12.05.2010: Eine Idee setzt sich um so besser im Bewusstsein fest, je früher sie dort eingepflanzt wird. Diese Lehre aus der modernen Pädagogik beherzigt die Unternehmerschaft Niederrhein, wenn sie den Wettbewerb „Jugend forscht“ fördert, um Schüler auf Mathematik und Naturwissenschaften aufmerksam zu machen. Nun konnte sich Dr. Ralf Wimmer von der Unternehmerschaft Niederrhein über weitere Erfolge freuen. Beim Landeswettbewerb der Juniorenklasse (bis 15 Jahre) in Bochum war der Niederrhein mit Abstand die erfolgreichste Region.
So wurde das Kempener Luise-von-Duesberg-Gymnasium als die fleißigste Jungforscher-Schule Nordrhein-Westfalens von Landesministerin Sommer ausgezeichnet. Mit 19 Arbeiten waren die Kempener in die erste Wettbewerbsrunde eingestiegen. Dabei war der 14jährige Fabian Duffhauß bereits zum fünften Male mit von der Partie und konnte denn auch als Botschafter seiner Schule in Bochum die Ministerurkunde entgegennehmen.
Nicht nur Quantität hatte der Niederrhein in Bochum zu vertreten. Der Nachwuchs konnte auch Qualität beweisen und nahm mit drei ersten, fünf zweiten, einem dritten und drei Sonderpreisen die meisten Trophäen mit nach Hause. Die landesweit erfolgreichste Schule kam ebenfalls aus der von der Unternehmerschaft geförderten Region: Über einen ersten Preis, zwei zweite Preise und einen Sonderpreis konnte sich das Willicher Lise-Meitner-Gymnasium freuen.
Die jüngsten unter den erfolgreichen Niederrheinern waren Tim Blauberger und André Luskovec, zehn und elf Jahre alt, von der Gelderner Albert-Schweitzer- Grundschule. Sie hatten eigens eine Methode und eine Kühlbox entwickelt, um Apfelstücke für die Schulpause frisch zu halten. Mit komplexen sozialen und wirtschaftlichen Fakten hatten sich die elfjährigen Lise-Meitner-Schülerinnen Leonie Hümmeler und Julia Cleef befasst, die ein raffiniert aus einfachstem Material hergestelltes Gerät zur Stromerzeugung entwickelten. Mit seiner Hilfe könnte in Afrika, so empfahlen die beiden, 1,5 Milliarden Liter Petroleum eingespart werden, die bisher für Lampenlicht gebraucht würden. Die 14jährige Elisabeth Rohbeck vom Schwalmtaler Gymnasium St. Wolfhelm hatte biologisch, chemisch und physikalisch die Haut untersucht, die sich auf warmer Milch bildet, und wurde ebenfalls Landessiegerin.
Peter Popovic, der im Namen der Unternehmerschaft Niederrhein den Regionalwettbewerb leitet, beglückwünschte die Landessieger in Bochum und lud sie gleich ein, am 15. März 2011 in Krefeld bei der nächsten Wettbewerbsrunde wieder anzutreten. Zu den Fans der Jungforscher gehört auch der Willicher Bürgermeister Dieter Lambertz, der „seine“ Meitner-Schüler nach Bochum begleitet hatte.





