Alpen, 17.3.2010: Norbert Finmans weiß, wie man die Spezialprodukte, die Norgren am Standort in Alpen produziert, beschreibt. „Wenn Sie mit der Bahn unterwegs sind und im ICE durch die Gänge gehen, sorgt die Technik aus unserem Haus dafür, dass sich die Türen automatisch öffnen und so lange geöffnet bleiben, bis sie den Türbereich durchschritten haben.“
Aber nicht nur in der Bahn kommen die technisch ausgereiften Produkte von Norgren zum Einsatz. In unzähligen Anlagen und Maschinen sind die pneumatischen Komponenten verarbeitet. Das zum britischen IMI-Konzern gehörende Unternehmen wurde von 25 Lehrkräften aus dem Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT der Region Wesel erkundet. Die Mitglieder des Arbeitskreises, der von der Unternehmerschaft Niederrhein betreut wird, konnten sich ein aufschlussreiches Bild von dem Alpener Betrieb machen.
„Wir legen großen Wert auf gute Kontakte zu den Schulen“, versichert Norbert Finmans , Leiter der gewerblich-technischen Ausbildung, und kann unter seinen Zuhörern Konrektor Michael Wawer von der Alpener Realschule begrüßen. Die Firma ist mit der örtlichen Realschule durch eine Partnerschaft eng verbunden, die die Unternehmerschaft Niederrhein vor fast 10 Jahren vermittelt hat. Auch Rainer Gräven, Personalleiter und zuständig für die kaufmännische Ausbildung nimmt sich an diesem Nachmittag die Zeit, um die Gäste durch Betrieb und Diskussion zu begleiten.

Besonders interessiert sind die Lehrer aus dem Kreis Wesel an dem Thema Ausbildung. Hier ist Norgren besonders engagiert und Finmans erläutert wie das Auswahlverfahren verläuft. „Wir wählen im Herbst eines jeden Jahres für die Einstellungen im Sommer des Folgejahres aus. Jugendliche aus allen Schulformen, die sich für die gewerblich-technischen Ausbildungsgänge interessieren, bekommen zunächst in einem Test und dann im persönlichen Gespräch die Chance, sich zu empfehlen“, so Finmans. Bei den Test wird Schulstoff der 7. Klasse an Realschulen bzw. der 8. Klasse an Hauptschulen abgefragt.
Diejenigen, die es dann schaffen und einen Ausbildungsvertrag bei Norgren bekommen, dürfen sich auf eine besonders praxisorientierte Ausbildung freuen. Kein Übungs- oder Prüfungsstück wird ohne Bezug zu reellen Aufträgen des Unternehmens als Aufgabe gestellt. „So entsteht eine enge Bindung zum Unternehmen. Das ist uns besonders wichtig“, resümiert Rainer Gräven.
Beim Rundgang durchs Unternehmen wird der Blick hinter die Kulissen erlaubt. Von der Logistik durch die Produktion bis zur Montage werden die Lehrkräfte geführt. Arbeitskreisleiterin Brigitte Windeln von der UNESCO Gesamtschule in Kamp-Lintfort und Astrid Holzhausen von der Unternehmerschaft Niederrhein danken für einen aufschlussreichen Nachmittag.


