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Krefeld, 12.08.2010: Viele Jugendlichen haben in diesen Tagen ihre Ausbildung in den Betrieben am Niederrhein begonnen. Ein Blick in die statistischen Zahlen der Agentur für Arbeit zeigt aber auch, dass einerseits noch nicht alle Bewerber versorgt sind und dass es andererseits noch eine Reihe unbesetzter Ausbildungsstellen gibt.
Im Verbandsgebiet der Unternehmerschaft Niederrhein liegen die beiden Agenturbezirke Krefeld und Wesel, die sich deutlich unterscheiden: Im Krefelder Bezirk standen im Juli 808 unversorgte Bewerber 615 offenen Ausbildungsstellen gegenüber; im Agenturbezirk Wesel gab es im Juni noch 2114 Jugendliche, die keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben. 916 Ausbildungsplätze blieben unbesetzt. Die Nachvermittlungsaktivitäten in der Region laufen auf Hochtouren.
Die Zahl der gemeldeten Aus bildungsstellen ist im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen, wohingegen die Zahl der Bewerber deutlich angestiegen ist. Dennoch gibt es freie Ausbildungsstellen in weniger bekannten Berufen. Hier suchen Unternehmen manchmal händeringend nach geeignetem Nachwuchs.
Dass nicht alle Jugendliche einen Ausbildungsplatz finden hat vielerlei Gründe. Teilweise finden Jugendliche nicht ihre Traumstelle und sind wenig geneigt, alternative Wege einzuschlagen. Bei manchem klappt es beim Einstellungstest nicht und bei anderen steht der Wunsch, eine weiterführende Schule zu besuchen höher im Kurs als die Suche nach der Ausbildungsstelle. Für immerhin 11 % der Jugendlichen steht fest, dass sie keine Bewerbungen schreiben; sie melden sich gleich an einer weiterführenden Schule an.
Seitens der Unternehmen ist die Suche nach den geeigneten Bewerbern in jedem Jahr eine besondere Herausforderung. Die mangelnde Ausbildungsfähigkeit wird häufig beklagt. Angefangen von fehlenden fachlichen Qualifikationen bis hin zu Defiziten im Umgang mit Vorgesetzten führen dazu, dass Personalverantwortliche nicht immer die geeigneten Bewerber finden.
Bild:©Claudia Hautumm/PIXELIO


