Tarifabschluss für die Metall- und Elektroindustrie in NRW

Logo M+E-Tarifrunde "Falsche Zeit für Höhenflüge"

Die Metallarbeitgeber und die IG Metall in Nordrhein-Westfalen haben am Freitag, 13. Mai 2016, in Köln nach mehr als 14-stündiger Verhandlung ein Ergebnis erzielt. Die Tarifvereinbarung sieht u.a. eine Tabellenerhöhung in zwei Stufen von 2,8 Prozent und 2,0 Prozent bei einer Gesamtlaufzeit von 21 Monaten vor. Darüber hinaus haben die M+E-Tarifparteien eine differenzierende Wettbewerbskomponente als Wiedereinstieg in eine betriebsnähere Tarifpolitik vereinbart.

Hauptgeschäftsführer der Unternehmerschaft Metall- und Elektroindustrie Niederrhein, Hartmut Schmitz, bezeichnete den Abschluss als „fairen Kompromiss". Schmitz betonte, die längere Laufzeit der Tarifvereinbarung biete für die Unternehmen mehr Planungs- und Kalkulationssicherheit. Besonders wertvoll ist seiner Ansicht nach die vereinbarte differenzierende Wettbewerbskomponente. „Ohne dieses Instrument wäre ein Abschluss in Nordrhein-Westfalen nicht gelungen. Mit dieser Komponente können insbesondere mittelständische Unternehmen auf wirtschaftliche Schieflagen flexibel reagieren und wettbewerbsfähig bleiben", so Schmitz.

Mit der nun erzielten Einigung wurde eine Eskalation des Tarifkonflikts kurz vor dem Pfingstwochenende abgewendet.