Jugend forscht ist voll im Trend: Schülerinnen und Schüler aus Krefeld erfolgreich bei Deutschlands größtem Wettbewerb für Naturwissenschaften und Technik

198 - Jugend forscht Geo- und Raumwissenschaften: "Dreckigster See Deutschlands“ - oder „gute Wasserqualität“? Marcus Thome (15), Maria-Sybilla-Merian-Gymnasium und Katharina Thome (13), Marienschule der Ursulinen Krefeld Jugend forscht im Seidenweberhaus Krefeld 2017

Gute Ideen und Forschergeist haben sich beim diesjährigen niederrheinischen Regionalwettbewerb von Jugend forscht wieder durchgesetzt. Zum 22. Mal hatte die Unternehmerschaft Niederrhein Jugendliche vom Niederrhein zur Teilnahme an Deutschlands größtem Nachwuchsforscherwettbewerb aufgefordert. 386 Jugendliche stellten sich am Dienstag, 7. März 2017 mit ihren 196 Forschungsarbeiten in Krefeld der Konkurrenz. Am Ende des Tages wurden in einer Feierstunde im Beisein von Oberbürgermeister Frank Meyer die Wettbewerbsbeiträge bekanntgegeben, die sich zur Teilnahme an den Landeswettbewerben qualifizierten.

Meyer war sichtlich angetan von den Arbeiten der Schülerinnen und Schüler, die sich sowohl mit regionalen als auch lokalen Themen beschäftigen und die alltägliche Fragestellungen in den Fokus rücken. Die Geschwister Katharina (13) und Markus (15) Thome hatten sich z.B. mit dem Elfrather See beschäftigt, der vor einiger Zeit als dreckigster See Deutschlands durch die Medien ging. Sie untersuchten die Wasser- und Bodenqualität des Sees und beteiligten sich mit ihren aufwändigen systematischen Analysen an Jugend forscht. Im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften konnten sie die Jury überzeugen und belegten den ersten Platz und erhielten zudem dem Sonderpreis „Umwelt“ – gestiftet vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz NRW. Sie dürfen nun zum Landeswettbewerb nach Leverkusen reisen und ihre Arbeit dort präsentieren.

Insgesamt waren aus Krefeld waren 25 Teams aus vier Gymnasien, zwei Berufskollegs, einer Gesamt – und einer Realschule an den Start gegangen. Vier erste Plätze konnten erreicht werden: Neben dem Geschwisterpaar waren Anton Neubacher, Luuk Oedinghofen und Yann Bordon - alle drei sind erst zehn Jahre alt - mit ihrer Untersuchung einer alten Fernbedienung an den Start gegangen. Die drei Schüler vom Maria-Sibylla-Merian Gymnasium in Fischeln fragten sich, ob die Materialien, die in Fernbedienungen verbaut sind, „hot oder Schrott“ sind. Die jüngeren Teilnehmer bis 14 Jahre starten bei Jugend forscht in der Alterssparte Schüler experimentieren. Auch hier gibt es einen Landeswettbewerb, der Anfang Mai in Essen ausgerichtet wird.

Ebenfalls erfolgreich war Kai Arnold vom Gymnasium Fabritianum in Krefeld. Der achtzehnjährige Schüler erreichte im Fach Technik den ersten Platz und erhielt darüber hinaus den Sonderpreis der Hochschule Niederrhein. Es hatte sich mit der Entwicklung und Konstruktion eines autonomen Landesystems für Quadrocopter beschäftigt. Auch die Schüler Tom Mathmann (15) und Leon Stolze (17) vom Gymnasium am Moltkeplatz wurden mit ihrem Teil-Exoskelett für die Reha als bestes interdisziplinäres Projekt ausgezeichnet und dürfen  zum Landeswettbewerb fahren. Sie erhielten für ihre innovative Arbeit außerdem den Sonderpreis der Hochschule Rhein-Waal.

Zur Feierstunde ins Seidenweberhaus waren am Dienstagabend mehr als 1000 Gäste gekommen: neben den Jungforschern waren Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie zahlreiche Vertreter aus Städten und Kommunen der Region sowie Unternehmensvertreter dabei, als die Sieger des Wettbewerbs von Wettbewerbsleiter Peter Popovic verkündet wurden. Für ihn war es der letzte Wettbewerb nach 22 Jahren. Er übertrug die Aufgabe der Wettbewerbsleitung an Dr. Thomas Zöllner, stellvertretender Schulleiter im Gymnasium am Moltkeplatz und wurde sowohl vom Vorsitzenden der Unternehmerschaft Niederrhein, Ralf Schwartz, als auch von Oberbürgermeister Meyer gebührend und mit einem Geschenk verabschiedet.

Zweite Preise konnten Krefelder Schülerinnen und Schüler der folgenden Schulen erreichen:

Vom Berufskolleg Vera Beckers: Philipp Kamerichs (21), Carla Schwartz (20) und Diana Kiel (19) im Fachgebiet Biologie mit ihrem Arbeitstitel „Kalorimetrie“.

Fiona Meisgen (17), Greta Bussmann (17) und Victoria van Rüth (17) vom Gymnasium Fabritianum mit einer Arbeit im Fachgebiet Biologie und auch Tom Hölters (18) Leon Luckenbach (17) und Jonathan Baumeister (18) vom Fabritianum waren in diesem Fach erfolgreich und konnten einen 2. Platz belegen.

Die Erstplatzierten erhalten neben der Berechtigung zum Start am Landeswettbewerb auch einen Geldpreis in Höhe von 75 €; die Zweitplatzierten erhalten 60€.

 

 

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6 - Schüler experimentieren
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166 - Jugend forscht
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126 - Jugend forscht
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