Erfolgreich wie selten — Jungforscher vom Niederrhein beim Landeswettbewerb Schüler experimentieren

Bild: Stiftung Jugend forscht e. V.

Der 13jährige Lukas Weghs vom Gymnasium Thomaeum in Kempen hat es geschafft: mit seiner Analyse von Mikroplastik in den Meeren hat er den Landeswettbewerb von Schüler experimentieren am vergangenen Samstag gewonnen. In seinem Fachgebiet Arbeitswelt konnte er die Jury überzeugen und nicht nur den 1. Preis mitnehmen sondern auch den Sonderpreis Umwelt des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz sowie den Technikpreis der innogy SE. Selten war ein Schüler so erfolgreich aus einem Landeswettbewerb gegangen. Lukas Weghs hatte sich das Thema ausgewählt, weil er es  erschreckend fand, wie viel Mikroplastik alleine durch unsere Kanalisation in die Flüsse und Seen gelangt und von dort dann in die Meere und Ozeane. Lukas entwickelte einen Filter, der dieses Mikroplastik herausfiltern kann und war mit dieser Erfindung zunächst beim niederrheinischen Regionalwettbewerb Anfang März in Krefeld und jetzt beim Landeswettbewerb in Essen erfolgreich.

Auch Finn Esser (14) vom Cornelius-Burgh-Gymnasium Erkelenz hatte sich mit einem Umweltthema beschäftigt und das Salz im Flusswasser der Rur untersucht. Er sahnte ebenfalls ordentlich ab: Neben dem ersten Preis im Fach Geo- und Raumwissenschaften erhielt er auch den 2. Preis Umwelt – gestiftet vom Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW.

Den Sonderpreis für die schöpferisch wertvollste Arbeit holten sich Martha Große Siestrup (10), Saphira Riepe (9) und Benedikt Heffels (10) vom Städtischen Gymnasium Hückelhoven. Sie hatten die Welt der Düfte unter die Lupe genommen und ein eigenes Parfüm hergestellt. Die verwendeten Tinkturen der Rezeptur hatten sie bei der Duftstoffgewinnung aus pflanzlichen Rohstoffen durch kalte Pressung und Wasserdampfdestillation hergestellt.

Einen dritten Preis holten sich drei Schüler vom Maria-Siballa-Merian Gymnasium in Krefeld. Sie waren bereits beim Regionalwettbewerb aufgefallen, denn Anton Neubacher (10), Luuk Oedinghofen (10) und Yann Bourdon (10)hatten ihre Arbeit mit dem Titel „Hot oder Schrott“ sehr pfiffig präsentiert. Sie hatten sich mit Materialien beschäftigt, die in Fernbedienungen verbaut und eingesetzt werden und ob diese zum Recycling geeignet sind. Am Ende ihrer Untersuchungen konnten sie sagen, welche Stoffe recycelt werden können und welche Stoffe Abfall sind.

Ebenfalls Dritte wurden Benedikt Niklas Schrömges (13) und Philip Weber (13) vom Werner-Jaeger-Gymnasium in Nettetal, die sich im Fachgebiet Physik mit dem Bau eines Spielmikroskops beschäftigt hatten.

Mit ihrer Untersuchung von Solarzellen und Brennstoffzellen in einem Modellauto holten sich die drei Schüler vom Lise-Meitner-Gymnasium in Willich Raul Welter (11), Daniel Khaikin (10) und Bilal Babacan (11) den Sonderpreis Klimaschule vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit.

Einen Sonderpreis in Buchform gab es für Sara Kersten (13) vom Gymnasium Am Geroweiher Mönchengladbach für ihre „Kiste der Erleuchtung“. Mit dieser selbstgebauten Konstruktion konnte sie herausfinden, mit welchen Wand- und Teppichfarben man die Lichtausbeute beeinflussen kann.

Einen weiteren Buchpreis erhielten Lukas Kraemer (14), Jannes Prenzel (14) und Pelle Klinke (13) vom Michael-Ende-Gymnasium in Tönisvorst für ihren Rennofen – einem Ofen, mit dem es in kurzer Zeit gelungen war, Eisen zu gewinnen, und Annis Charaf (12) vom Lise-Meitner-Gymnasium in Willich für seinen Modellversuch zu Folgen des CO2Eintrages ins Meer.

„Schüler experimentieren“ ist die Sparte für jüngere Schülerinnen und Schüler des Wettbewerbs „Jugend forscht“. In der Altersgruppe von 8 bis 14 Jahren, haben 76 Schülerinnen und Schüler insgesamt 42 Arbeiten eingereicht. Die jungen Wissenschaftler treten in den Kategorien Mathematik/Informatik, Chemie, Technik, Arbeitswelt, Geo- und Raumwissenschaft, Biologie und Physik gegeneinander an. Eine Jury aus Lehrern, Wirtschaftsvertretern und Wissenschaftlern bewertet die Arbeiten. Neben den Schülern aus NRW nehmen auch zwei Gruppen von deutschen Schulen aus Spanien teil.

Bei der Siegerehrung ab 11.00 Uhr waren Staatssekretär Ludwig Hecke, Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, Prof. Dr. Werner Klaffke, geschäftsführendes Vorstandsmitglied Haus der Technik e.V. und Dr. Joachim Schneider, Bereichsvorstand Technology & Operations bei innogy dabei. Auch der Wettbewerbsleiter aus Krefeld, Peter Popovic war vor Ort und gratulierte den stolzen Schülerinnen und Schülern.

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing.
Ralf Wim­mer
Geschäftsführer
02151 6270-24
r.wimmer(at)un-agv.de

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