Arbeitskreis Betriebs- und Fertigungsleiter

Arbeitskeis

Betrieblei­ter­kreis bei der Fir­ma AFL Tele­com­mu­ni­ca­ti­ons GmbH in Mönchengladbach

Am 12. Okto­ber 2017 traf sich der Betriebs­lei­ter­kreis, den die Unter­neh­mer­schaft Metall- und Elek­tro­in­dus­trie Nie­der­rhein und die Unter­neh­mer­schaft Metall- und Elek­tro­in­dus­trie zu Mön­chen­glad­bach gemein­sam orga­ni­sie­ren, bei der AFL Tele­com­mu­ni­ca­ti­ons GmbH in Mönchengladbach.

Kern­pro­dukt von AFL ist das OPGW (Opti­cal Ground Wire). Die­ses Kabel kommt bei Hoch­span­nungs­frei­lei­tun­gen zum Ein­satz. Nor­ma­ler­wei­se befin­den sich bei den Hoch­span­nungs­lei­tun­gen meh­re­re Pha­sen­sei­le zur Wei­ter­lei­tung von Strom und noch zusätz­lich ein “Erd­seil” auf der Mast­spit­ze. Dies dient in der Regel nur als Ablei­ter im Kurz­schluss­fall. Das “Erd­seil” kann durch das OPGW ersetzt wer­den und zugleich als Glas­fa­ser­ka­bel zur Daten­über­tra­gung die­nen. Jähr­lich wer­den im Glad­ba­cher Werk 8.000 bis 10.000 Kilo­me­ter sol­cher Kabel gefertigt.

Das Tref­fen begann mit einem Rund­gang und einer Besich­ti­gung des Wer­kes. Die Her­stel­lung der Kabel ist ein kom­ple­xer, mehr­stu­fi­ger Pro­zess. Ins­be­son­de­re die Her­stel­lung der Glas­fa­ser-Sei­le des Kabels, in der bis zu 96 ein­zel­ne Glas­fa­sern lie­gen, benö­tigt einen sehr fein jus­tier­ten und gesteu­er­ten Pro­zess. Dabei wer­den die Glas­fa­sern in ein Edel­stahl­röhr­chen ein­ge­bracht und das Röhr­chen mit einem Laser längs ver­schweißt. Kom­pli­ziert wird der Pro­zess auch dadurch, dass das Ver­schwei­ßen des Edel­stahl­röhr­chens in einem fort­wäh­ren­den Pro­zess, der bis zu 48 Stun­den dau­ern kann, durch­ge­führt wird. Jeder Feh­ler bei der Her­stel­lung kann zu Aus­schuss füh­ren. Des­halb ist es erfor­der­lich, den gesam­ten Her­stel­lungs­pro­zess sehr genau zu steu­ern und Feh­ler erken­nen zu kön­nen. Daher wird der Her­stel­lungs­pro­zess mit Mess­ge­rä­ten und Kame­ras überwacht.

Nach dem Rund­gang prä­sen­tier­te die Fir­ma Ocu­la­vis aus Aachen prak­ti­sche Anwen­dun­gen ver­schie­de­ner Daten­bril­len. Eine Daten­bril­le erlaubt es, Infor­ma­tio­nen in das Gesichts­feld des Benut­zers ein­zu­blen­den. Dadurch ist es z. B. mög­lich, Mon­ta­gen oder Repa­ra­tu­ren visu­ell über Daten­bril­len zu unter­stüt­zen. Ein wei­te­res Anwen­dungs­feld ist die Arbeit auf welt­wei­ten Bau­stel­len, weil die mit der Kame­ra der Daten­bril­le auf­ge­nom­me­nen Infor­ma­tio­nen in Echt­zeit auf ande­re Rech­ner über­tra­gen wer­den kön­nen und umge­kehrt. So ist es mög­lich, den Bau­stel­len­mon­teur vor Ort durch einen Fach­spe­zia­lis­ten an einem ande­ren Ort zu unterstützen.

Im Überblick

Datum 12. Okt 2017
Zeit 14:30 — 18:00 Uhr
Ort

Fir­ma AFL Tele­com­mu­ni­ca­ti­ons GmbH
Bon­nen­broi­cher Str. 2 — 14
41238 Mönchengladbach

Ansprechpartner

Dr.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing.
Ralf Wim­mer
Geschäftsführer
02151 6270–24
r.wimmer@un-agv.de